Wettingen
13.03.2019

HGV will Schülernseine Berufe zeigen

Regierungsrat Markus Dieth <em>(2. v.l.) mit André Crelier, Roland Kuster und Beat Brunner (v. l.)</em>Denise Zumsteg (l.) <em>mit Nathalie Hauri.bär</em>

Regierungsrat Markus Dieth (2. v.l.) mit André Crelier, Roland Kuster und Beat Brunner (v. l.)

Denise Zumsteg (l.) mit Nathalie Hauri.bär

An der Generalversammlung des HGV wurde das Projekt «Go for work» vorgestellt.

melanie Bär

149 Personen aus 93 Firmen erschienen vergangene Woche in der Löwenscheune. Der Handels- und Gewerbeverein Wettingen (HGV) hatte zur 91. Generalversammlung eingeladen. «Ein Spitzenresultat», sagte HGV-Co-Präsident Fritz Krähenbühl bei der Begrüssung.

Unter den Gästen war auch der Regierungsrat und ehemalige Gemeindeammann Markus Dieth. Er habe darum gebeten, Mitglied bleiben zu dürfen, auch wenn er seit der Wahl in die Kantonsregierung nicht mehr in der Region tätig ist. Für ihn ist die Mitgliedschaft eine Ehrensache: «Man sollte nie vergessen, woher man kommt und wo die Wurzeln sind», so Dieth.

Der formelle Teil gab an der GV zu keinerlei Diskussion Anlass. Protokoll, Jahresbericht, Programm 2019 und Budget waren in Kürze vom Tisch. Einzig bei der Jahresrechnung gab Erich Meier ein paar Erklärungen ab. Diese schloss nicht mit dem budgetierten Verlust von 6000 Franken, sondern mit einem Minus von 33000 Franken ab. Meier nahm vorweg: «Wir stehen finanziell immer noch gut da und haben ein Vereinsvermögen von über 70 000 Franken.» Zum grösseren Verlust haben einerseits Mehraufwendungen beim Verkaufssonntag, bei der Werbung sowie die Übernahme der gesamten Kosten an der Jubiläumsgeneralversammlung geführt. «Die restlichen 11000 Franken sind Aufwendungen, die das Vorjahr betreffen, jedoch erst im aktuellen Jahr bezahlt und verbucht wurden», so Meier. Der Jahresbeitrag wurde unverändert bei 250 Franken beibehalten.

Für Meier war es die letzte GV als Vorstandsmitglied. Mit einem Gutschein für einen Besuch im Opernhaus wurde ihm gedankt und Nathalie Hauri einstimmig als Nachfolgerin gewählt.

Unter «verschiedenes» wurden die Mitglieder über «Go for work» und den «offenen Verkaufssonntag» informiert. Ersteres soll am 27. Juni zum ersten Mal stattfinden. 42 HGV-Firmen haben 100 Schnupperstellen für die Wettinger Oberstufenschüler der 7. Klasse zur Verfügung gestellt. Unkompliziert erhalten die Schüler an diesem Tag Einblick in einen Beruf, der sie interessiert. Der HGV hat dieses Angebot erstmals lanciert. «Es besteht ein Bedürfnis, weil Jungen keine Gelegenheit geboten wird, einen Beruf unverbindlich während eines Tagese kennenzulernen», sagte HGV-Co-Präsident Stefan Biedermann. Viele Schüler würden heute nur noch zum mehrtägigen Probearbeiten eingeladen, wenn sie für eine Lehrstelle infrage kommen. «Doch für die Berufswahl ist es wichtig, dass die Schüler auch mal einen Beruf schnuppern können, den sie noch nicht kennen. Einfach, um in ihrer Berufsfindung weiterzukommen», so Biedermann. Er rief die Mitglieder dazu auf, noch weitere Plätze anzubieten, damit am 27. Juni alle 257 7.- Klässler schnuppern können.

HGV-Co-Präsidentin Denise Zumsteg informierte über Änderungen am «offenen Verkaufssonntag», der seit über zehn Jahren am ersten Advent stattfindet. Weihnachtsstimmung auf die Landstrasse zu bringen, sei immer schwieriger geworden. «Neu möchten wir deshalb einen Adventsmarkt auf dem Zentrumsplatz machen», sagte Zumsteg und rief Ladenbetreiber zum Mitmachen im OK auf.