Dok-Film zeigt Shoppi-Geschichte

Der neue Film «Türöffnung zum Paradies» thematisiert unter anderem den Kaufrausch der 70er-Jahre.

So sah es im Innern des Shoppis bei der Eröffnung im März 1970 aus. ETH-Bildarchiv
So sah es im Innern des Shoppis bei der Eröffnung im März 1970 aus. ETH-Bildarchiv

Am 12. März 1970 wurde das Shoppi in Spreitenbach eröffnet. Es war das erste grosse Einkaufszentrum der Schweiz. «Wir bauen ein Paradies», so der Slogan, der die Eröffnung ankündigte. Paradies bedeutete in den 70er-Jahren: eine gedeckte Mall, 50 Geschäfte, Restaurants, ein Springbrunnen, 1500 Parkplätze und täglich Abendverkauf. 

Der Dokumentarfilm «Türöffnung zum Paradies», der anlässlich des 50. Geburtstages am letzten Donnerstag im Shoppi erstmals öffentlich gezeigt wurde, handelt nicht nur vom Kaufrausch dieser Zeit, sondern erzählt auch, wie es dazu kam, dass das erste Einkaufszentrum nach amerikanischem Vorbild nach Spreitenbach kam. Der Film erzählt auch die Geschichte von Spreitenbach. Historiker Fabian Furter besuchte für diesen Dokumentarfilm nicht nur Zeitzeugen, sondern auch damalige Kritiker und brachte den heute 91-jährigen Architekten Walter Hunziker dazu, zum ersten Mal jene Mall zu betreten, die er damals mitgeschaffen hatte. Furter gehört zum Team des Forschungs- und Vermittlungsprojekts «Zeitgeschichte Aargau». Acht Historikerinnen und Historiker erarbeiten wissenschaftliche Grundlagen für die Vermittlung der Aargauer Geschichte zwischen 1950 und 2000 in verschiedenen Formaten. 

Der Dokumenarfilm findet sich unter: www.zeitgeschichte-aargau.ch

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