12.01.2023

Beständigkeit und Verlässlichkeit schaffen Vertrauen

Gemeindeammann Roland Kuster.  Alex Spichale/Archiv

Gemeindeammann Roland Kuster. Alex Spichale/Archiv

Zum Jahreswechsel wird in vielen Bereichen des täglichen Lebens Bilanz gezogen, Rückblick und Vorschau gehalten. So auch in der Kommunalpolitik.

Von: Peter Graf

Egal, wie und wo man den Jahreswechsel verbracht hat und welche Gedanken uns dabei durch den Kopf gingen. Etwas ist für alle gleich. Die Zeit vergeht für alle gleich. Wie wir die Zeit verbringen, wahrnehmen und nutzen, liegt bei jedem Einzelnen, so auch beim Wettinger Gemeindeammann Roland Kuster. Ob er dankbar zurückblickt oder vorausschaut und was ihn nachdenklich macht und in Zukunft beschäftigen wird, geht aus einem Gespräch hervor.

Sie sind seit 1995 politisch tätig. War das Ihr Kindheitstraum?

Roland Kuster, Gemeindeammann: Nein, das war es nicht. In meiner Kindheit zog es mich immer auf den Flugplatz Altenrhein und später ins Birrfeld. Die Helikopter hatten es mir angetan. Der Wunsch, Helikopterpilot zu werden, wurde in meiner Jugend, nachdem ich im Kino den Film, in welchem Hermann Geiger (1914–1966) auf einem Gletscher landete, gesehen hatte, noch verstärkt. Dabei stand für mich nicht die Fliegerei, sondern Menschen in einer Notlage zu helfen im Vordergrund. Es blieb beim Wunsch und so habe ich mir in meinem Leben andere Ziele gesetzt und bin, nachdem ich schon in der Kanti Schülerparlamentspräsident war, 1995 als Einwohnerrat in der Politik angekommen.

Entspricht die Art und Weise, wie bei uns Politik betrieben wird, Ihren Vorstellungen?

Die direkte Demokratie ist eine der Besonderheiten des Systems in der Schweiz. Es ermöglicht, sich zu Entscheiden zu äussern und durch Initiativen und Referenden Änderungen vorzuschlagen, welche dem Stimmvolk unterbreitet werden. Dadurch kann es aber auch zu Verzögerungen von Entscheiden kommen. Die Herausforderungen, welchen wir in Zukunft gegenüberstehen, werden weiterwachsen. Die Finanzen, der demografische Wandel, aber auch die Gestaltung der Bildung sind zentral für die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft. Die dazu notwendigen Impulse müssen sowohl aus Politik und Verwaltung als auch aus der Gesellschaft hervorgehen. Dabei erscheint es notwendig, dass Denkweise und Handeln einen Zeithorizont von mindestens zwei Generationen umfassen sollten. Diese Prozesse sind zeitweise langwierig und schwerfällig, sind aber breit abgestützt und gehören zum politischen Alltag.

Hat die Exekutive die gesteckten Ziele im vergangenen Jahr erreicht?

Um das Vertrauen der Bevölkerung zu erlangen, braucht es Beständigkeit und Verlässlichkeit. Nach den Diskussionen rund um die Wahlen im Herbst 2021 hat die Exekutive ihr Versprechen umgesetzt und ist einer deutlich gesteigerten, offenen Kommunikation nachgekommen. Dies hat auch dazu geführt, dass wir dem Einwohnerrat Ideen und Konzepte in einer höheren Kadenz unterbreitet haben. Nebst dem Räumlichen Entwicklungsleitbild (REL), welches zusammen mit dem Gesamtplan Verkehr (KGV) die Basis für die Entwicklung des Siedlungs- und Landschaftsraums bildet, wurde nun die Revision der Bau- und Nutzungsordnung angegangen. Nach dem ablehnenden Entscheid für die Erweiterung der Bezirksschule im September 2021 ist es gelungen, in Zusammenarbeit mit einer Begleitkommission einen Masterplan Schulrauminfrastruktur sowie den Kauf eines längerfristigen Provisoriums auf den Weg zu bringen.

Worüber waren Sie enttäuscht und was wünschen Sie sich für 2023?

Obwohl der Einwohnerrat dem Budget 2023 mit 29 Ja zu 14 Nein zugestimmt hatte, ist es trotz umfassender Begründung und Information nicht gelungen, die Stimmbevölkerung für den notwendigen Steuerschritt zu überzeugen. Umso wichtiger erscheint es mir, dass der Zusammenhalt in der Gesellschaft ohne soziale Ausgrenzung und damit die Rechtsstaatlichkeit erhalten bleibt. Es gilt, Erfahrungen aus der Vergangenheit zu nutzen, denn die Geschichte hat gezeigt, dass es immer Lösungsmöglichkeiten gibt. So hat auch der Fachkräftemangel vor den Türen der Verwaltung nicht Halt gemacht. Neue Arbeitszeitmodelle ermöglichen es den Arbeitnehmenden, die Arbeitszeit den persönlichen Bedürfnissen und Wünschen anzupassen. Um den geforderten Service public trotzdem zu erhalten, ist eine personelle Aufstockung bei gleichbleibendem Stellenetat eine weitere Herausforderung. Es gilt, die Errungenschaften aus der Vergangenheit weiterzuentwickeln und die aktuellen Herausforderungen gemeinsam zu meistern. Dabei zähle ich nebst den Mitarbeitenden in der Verwaltung auch auf die Bevölkerung und wünsche allen ein gesundes, erfolgreiches und glückliches 2023.

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