Würenlos
20.10.2021

Coronaskeptiker in Baden

Die Gegendemonstrierenden mit Schildern und Megafon. (Bilder: Robin Schwarz)
Spontane Umarmungen allenthalben.

Die Gegendemonstrierenden mit Schildern und Megafon. (Bilder: Robin Schwarz)

Die Gegendemonstrierenden mit Schildern und Megafon. (Bilder: Robin Schwarz)
Spontane Umarmungen allenthalben.

Spontane Umarmungen allenthalben.

In Baden gingen Corona­skeptiker auf die Strasse – doch in der Stadt regte sich der Widerstand.

Von: Robin Schwarz

Die Badener Musikerin Linda Kratky hatte für den letzten Samstag zur Demonstration gegen die Coronamassnahmen aufgerufen. Der Zug der Coronaskeptiker marschierte wie geplant und ohne grössere Zwischenfälle durch die Badener Innenstadt.

Nur beim Schlossbergplatz erhitzte sich die Stimmung jeweils, als der Protestzug an einem kleinen Grüppchen von Gegendemonstranten und -demonstrantinnen vorbeimarschierte. Diese begrüssten die Coronaskeptiker mit Pappplakaten und -schildern, auf denen etwa Sprüche wie «Auch Bünzlis sind geimpft!» standen, sowie Sprechgesängen wie «Nazis raus!» und «Alerta! Alerta! Antifascista!». Nach dem ersten Vorbeimarsch beim Schlossbergplatz stellte sich die Polizei in Schutzausrüstung vor die Gegendemonstrierenden. Zuvor kam es zu vereinzelten aggressiven Szenen, bei denen eine Coronademonstrantin mehrere Männer davon abhalten musste, sich auf die Gegendemonstrierenden zu stürzen. Dazwischen suchten aber beide Seiten immer wieder das Gespräch.

Zu einer skurrilen Szene kam es, als eine kleiner Gruppe linker Coronaskeptiker sich den Gegendemonstrierenden entgegenstellte und sie ebenfalls mit «Nazis raus!»-Rufen eindeckte. Dabei befanden Erstere, die Gegner würden durch die Massnahmen den Faschismus unterstützen, während Letztere sagten, wer mit Rechtsextremen im selben Protestzug marschiere, würde sich mit diesen solidarisieren.

Die Badener Bevölkerung indes begrüsste die Demonstrierenden auch mit Kreidezeichnungen am Boden und die Freidenkervereinigung liess am Bahnhof Impfwerbesports laufen.

An manchen Fenstern an der Badstrasse und in der Halde hingen Transparente. Beim Restaurant Rebstock etwa hiess es «Kein Bier für Schwurbler*innen».