Wettingen
03.04.2019

Drei Millionen Franken mehr

Ergebnisentwicklung <em>vom Rechnungsjahr 2014 bis zum Budget 2019.zVg</em>Entwicklung des Steuerertrags <em>im Vergleich zum Budget und Steuerfuss.</em>Übersicht <em>des auf die Funktionen bezogenen Nettoaufwands.</em>

Ergebnisentwicklung vom Rechnungsjahr 2014 bis zum Budget 2019.zVg

Entwicklung des Steuerertrags im Vergleich zum Budget und Steuerfuss.

Übersicht des auf die Funktionen bezogenen Nettoaufwands.

«Wir sind auf Kurs, aber nicht am Ende des Weges», kommentiert Vize-Ammann Markus Maibach die Jahresrechnung 2018 mit einem operativen Ergebnis von 1,6 Mio. Franken.

melanie Bär

Auch die Gemeinde Wettingen brilliert mit einem positiven Rechnungsabschluss und weist darin 3 Mio. Franken Ertragsüberschuss aus. Zum guten Ergebnis geführt haben unter anderem unerwartet hohe Nachträge und Steuererträge aus Vorjahren. Gesamthaft flossen 2,9 Mio. Franken mehr Steuern in die Gemeindekasse als budgetiert. 1,8 Mio. Franken waren Sondersteuern und 1,1 Mio. Franken Mehrerträge bei den Gemeindesteuern.

Auch Einsparungen beim Personal- und Sachaufwand von einer Million Franken haben zum guten Rechnungsabschluss beigetragen. Allerdings gab es bei den gebundenen Ausgaben auch Mehraufwendungen: Gestiegen ist die Pflegefinanzierung um 0,8 Mio. Franken, die Mittel und Gegenstände Spitäler (MiGel) um 0,2 Mio. Franken, die Übernahme von Verlustscheinen von Krankenkasse um 0,4 Mio. Franken und die Sozialhilfe um 0,2 Mio. Franken.

2018 war ein Investitionsjahr: Rund 20 Mio. Franken hat die Gemeinde investiert. 9 Mio. Franken flossen in die Tägi-Sanierung, 4 Mio. Franken in die Dreifach-Turnhalle Margeläcker und 3 Mio. Franken in den Kauf der Liegenschaft Rigistrasse. Davon konnte die Gemeinde 6,7 Mio. Franken selber zahlen. Der Selbstfinanzierungsgrad liegt bei 33 Prozent und ist somit fast doppelt so hoch wie budgetiert.

Trotzdem haben die hohen Investitionen Folgen. Der Finanzierungsfehlbetrag wirkt sich auf die Schulden aus: Sie sind auf 139 Mio. Franken angewachsen. Die Nettoschuld pro Einwohner ist von 3766 Franken im Jahr 2017 auf 4264 Franken im Jahr 2018 gestiegen. Sekundäres Ziel des Gemeinderates ist deshalb der langfristige Schuldenabbau. «Deshalb planen wir, den Steuerfuss ab 2021 zur Reduktion der Schulden von 95 auf 100 Prozent zu erhöhen», so Vize-Ammann Markus Maibach. Denn trotz des guten Rechnungsabschlusses steht die Gemeinde vor der Herausforderung, die Schuldenzunahme in den Griff zu bekommen. «Wir sind auf Kurs, aber noch nicht am Ende des Weges», so Maibach.