30.10.2013

Schweizer an Heim-EM auf dem Podest

Urs Wehrli und Sabrina Caretti bei ihrem erfolgreichen Quyen. Foto: ms

Urs Wehrli und Sabrina Caretti bei ihrem erfolgreichen Quyen. Foto: ms

Am vergangenen Freitag und Samstag haben in Wettingen die Europameisterschaften in der Kampfkunst Qwan Ki Do stattgefunden. Dabei haben es auch zwei Limmattaler aufs Podest geschafft.

Michel sutter

Freitagnachmittag, Sporthalle Tägi in Wettingen. Urs Wehrli, Verantwortlicher bei den QKD-Clubs Dietikon und Ammerswil, und Sabrina Caretti, Trainerin beim QKD-Club Spreitenbach, stehen nebeneinander auf dem Podest. Während der Speaker den zweiten und ersten Platz verkündet, strahlen die beiden in Richtung Teamkolleginnen und -kollegen. Dritte sind die Qwan-Ki-Do-Routiniers geworden in der Disziplin Quyen, ein Schattenkampf mit Waffen. Da es sich nicht um eine offizielle Wettkampfdisziplin handelt, kriegen sie bloss ein Diplom statt einer Medaille. Doch das tut ihrer Freude keinen Abbruch.

Immerhin haben sie ihr Diplom nicht an irgendeinem Turnier gewonnen, sondern an der Europameisterschaft. Es ist erst das zweite Mal, dass die EM in der Schweiz ausgetragen wird. Ein Umstand, der Guillermo Madrid, Präsident des Schweizer Qwan-Ki-Do-Verbands Swiss Union und einer der beiden Hauptorganisatoren des Turniers, stolz macht. «Es ist schön, dass wir so viele Helferinnen und Helfer gefunden haben», meint er. Schliesslich zähle der Verband nur acht Qwan-Ki-Do-Clubs. «Das ist in Italien oder auch Rumänien, wo Qwan Ki Do sehr populär ist, ganz anders.»

Tatsächlich fällt auf, dass die Italiener und Rumänen an diesem Nachmittag nicht nur viele Pokale abräumen, sondern auch noch den grössten Anhang haben. Im Vergleich zum Lärmpegel aus diesen beiden Lagern wirken die Schweizer bescheiden. Doch für Madrid ist der eine dritte Platz an diesem Nachmittag schon Grund zum Jubeln. «Das Ziel war, unter die ersten sechs zu kommen», verrät er. «Mit dem Diplom haben wir dieses Ziel erreicht.»

 

Und es soll nicht der einzige Podestplatz der Schweizer bleiben. Tags darauf schafft das Schweizer Herrenteam, dem unter anderem auch Urs Wehrli angehört, in der Kategorie Co Va Dao, also mit Waffen, ebenfalls den dritten Platz. Und diesmal bekommen die Schweizer je eine Bronzemedaille umgehängt. «Wir sind sehr zufrieden mit dieser Medaille», freut sich Madrid. Er ist von der Infrastruktur im Tägerhard so begeistert, dass er sich vorstellen könnte, wieder mal ein grosses Turnier in Wettingen durchzuführen: «Die EM für Kinder wäre eine Idee.»