20.05.2020

Spreitenbacher haben Marcel Lang und Edgar Benz gewählt

Marcel Lang, Gemeindepräsident. san 
Edgar Benz, Gemeinderat. zVg

Marcel Lang, Gemeindepräsident. san

Marcel Lang, Gemeindepräsident. san 
Edgar Benz, Gemeinderat. zVg

Edgar Benz, Gemeinderat. zVg

Ersatzwahlen: Im ersten Wahlgang wurden ein neuer Gemeindepräsident, Gemeinderat und ein neues Mitglied der Geschäftsprüfungskommission gewählt.

Von: Melanie Bär

«Ein so deutliches Resultat kann man nicht erwarten», resümiert der neu gewählte Gemeindepräsident Marcel Lang (parteilos) am Montagmorgen. Er bedankt sich bei den Spreitenbacherinnen und Spreitenbachern für das Vertrauen, das sie ihm mit den 969 Stimmen entgegengebracht haben. Als mögliche Gründe für die deutliche Wahl nennt er das Vernetztsein im Dorf, seine aktive Teilnahme am Dorfleben, «und ich mag es, den Menschen zuzuhören.» 

Der 45-Jährige hat sich am Montag bereits mit dem zurückgetretenen Valentin Schmid (FDP) getroffen, um die Übergabe zu planen. Lang geht davon aus, dass er das Amt ab Juli vollumfänglich antritt. Seit 2007 amtet Lang als Gemeinderat und betreut die Ressorts Sozialwesen, Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, Gesundheit, Verkehr und Vereine. Mit Übernahme des Vollzeitamts als Gemeindepräsident gibt er seinen Job bei der Rundschau beim Schweizer Fernsehen auf. 

Vizepräsident Markus Mötteli (CVP), der ebenfalls für das Amt kandidierte, unterlag mit 405 Stimmen. Er zeigte sich enttäuscht über die Deutlichkeit des Ergebnisses. Er habe mit einem knappen Ausgang gerechnet, bedankt sich jedoch bei allen, die seine Kandidatur unterstützt hatten. Mötteli, der die Ressorts Hochbau, Tiefbau und öffentliche Gebäude und Anlagen betreut, wird weiterhin als Vizeammann im Amt bleiben. «Ich kann den Entscheid akzeptieren und bin der vollen Überzeugung, mit Marcel Lang als Präsident weiterhin zugunsten von Spreitenbach gut zusammenarbeiten zu können.»

Edgar Benz deutlich in den Gemeinderat gewählt

Auch Edgar Benz (SVP) hat nicht mit einem so deutlichen Wahlergebnis gerechnet: «Es freut mich darum umso mehr.» Der 58-Jährige erhielt mehr als doppelt so viele Stimmen, wie Erhard Fricker (parteilos). «Das zeigt, dass meine Verwurzelung und langjährige Mitgestaltung im Dorf doch von vielen Leuten geschätzt werden», zeigt sich Benz erfreut. Er wird am nächsten Montag an der ersten Gemeinderatssitzung teilnehmen. Er hat angekündigt, sich als Gemeinderat dem Themenschwerpunkt Finanzen zu widmen.

Nicht enttäuscht zeigte sich der unterlegene Erhard Fricker. Er habe nicht abschätzen können, wie viele Stimmen er erzielen werde. Er bedauert jedoch den durch die Wahlen ausgelösten Rechtsrutsch: «Denn Spreitenbach ist multikulti», so Fricker. Er will sich nun mit der SP kurzschliessen und ihr unter die Arme greifen, um sie wieder stärker zu machen, so Fricker.