Spreitenbach
06.01.2021

Jahresausblick: Start für den Gemeindehausneubau

2022 wird das Gemeindehaus zu einer Schule. Die Gemeindeverwaltung zieht dann ins neue Gemeindehaus. Severin Bigler

2022 wird das Gemeindehaus zu einer Schule. Die Gemeindeverwaltung zieht dann ins neue Gemeindehaus. Severin Bigler

Das neue Gemeindehaus ist das nächste wichtige Bauprojekt im Dorf. Am alten Standort soll 2021 aber noch die Nachfolgerin oder der Nachfolger von Marcel Lang einziehen.

Von: Sibylle Egloff

Wann ist das Gemeindepräsidium wieder besetzt?

Die Nachricht kam überraschend: Nur 22 Tage nachdem er von den Spreitenbacher Stimmbürgern mit einem guten Resultat zum Gemeindepräsidenten gewählt wurde, trat Marcel Lang am 8. Juni 2020 von seinem Amt per sofort zurück. Die Nachfolge Langs dürfte nun am 7. März geklärt sein, dann soll eine neue Gemeindepräsidentin oder ein neuer Gemeindepräsident gewählt werden. Der Ersatzwahl voraus geht eine Reorganisation im Gemeinderat und in der Verwaltung. Weil das derzeitige System nicht zu einer boomenden Gemeinde mit 12000 Einwohnern passe, wird eine Professionalisierung angestrebt, begründete der Gemeinderat.

Die Gemeindeverwaltung setzt auf einen Verwaltungsleiter auf Anstellungsbasis. Dieser soll die Schwachpunkte beheben. Zuvor war der Gemeindepräsident nicht wie etwa in anderen benachbarten Gemeinden ein Milizpolitiker, sondern arbeitete im Vollamt. Er übernahm die Aufgaben des Verwaltungsleiters und des Personalchefs. Künftig soll sich die Präsidentin oder der Präsident auf die Begleitung strategischer Aufgaben und Entscheide konzentrieren. Der Entlastung des Gemeindepräsidiums und des Gemeinderats durch die neue Stelle eines Verwaltungsleiters gaben die Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung am 15. Dezember grünes Licht.

Wann öffnet das Hallenbad?

Auch die Sanierung des Hallenbads war 2020 mit Komplikationen verbunden. Eigentlich war die Eröffnung für August 2020 pünktlich zum Start des neuen Schuljahres vorgesehen, damit der Schwimmunterricht nach einem Jahr Pause wieder stattfinden kann. Doch wegen der ausserplanmässigen Sanierung der Decke wurde der Start in den Herbst verschoben. Weil dann aber auch noch undichte Stellen im Schwimmbecken auftauchten, kam es zu einer weiteren Verzögerung. Das Bad soll im Januar aufgehen, hiess es Ende Oktober 2020. Negative Begleiterscheinung der zusätzlichen Arbeiten ist, dass der vom Stimmvolk gesprochene Kredit von 5 Millionen Franken überschritten wird. Dringend notwendig wurde die Instandsetzung des Hallenbads aufgrund der in die Jahre gekommenen technischen Anlagen der Wasseraufbereitung. Bereits zuvor erfuhr das in den 1970er-Jahren erstellte Bad einige Sanierungen wie etwa der sanitären Anlagen oder der Garderobe. Ob das fertige Hallenbad der Bevölkerung und den Schülerinnen und Schülern tatsächlich diesen Januar bereits offensteht, ist angesichts der immer noch hohen Corona-Ansteckungszahlen und Einschränkungen jedoch fraglich.

Welches ist das nächste grosse Bauprojekt in Spreitenbach?

Im Frühjahr beginnen die Bauarbeiten an einem weiteren wichtigen Projekt der Gemeinde: dem Neubau des Gemeindehauses auf dem Areal des Werkhofs und der Feuerwehr. Der alte Verwaltungssitz an der Poststrasse, der 1964 erstellt wurde und schon seit längerem an seine Kapazitätsgrenzen stösst, soll künftig als Schulhaus genutzt werden, um den wachsenden Bedarf an Schulraum zu decken. Das Stimmvolk genehmigte das Projekt an der Gemeindeversammlung im November 2019. Allerdings folgte es dem Antrag der Geschäftsprüfungskommission, die die Streichung von vier Einstellplätzen verlangte. Der bewilligte Baukredit reduzierte sich dadurch um 120000 Franken auf 13,53 Millionen Franken. Geheizt wird das Gebäude mittels Holzschnitzelfeuerung, dazu wurde der Gemeinderat von der Ortsbürgerkommission verpflichtet. Die Ortsbürgergemeinde wird die Heizung erstellen, finanzieren und betreiben. Im Juli 2022 soll das neue Gemeindehaus bezugsbereit sein.