Neuenhof
26.08.2020

Die Samariter proben für den Ernstfall

Was ist zu tun? Gärtner Walter Schärer simuliert einen Sturz von der Leiter. Gaby Kost

Was ist zu tun? Gärtner Walter Schärer simuliert einen Sturz von der Leiter. Gaby Kost

Mit den Vereinen aus Schinznach und Birmenstorf übten die Neuenhofer Samariter etwa die Behandlung eines Leitersturzes.

Von: Gaby Kost

In den Gärten des Gartenvereins Härdli ist einiges los: Ein Gärtner ist von der Leiter gefallen, einen Allergiker hat eine Wespe gestochen und jemand hat einen Hitzschlag erlitten. Was dramatisch klingt, ist simuliert: Der Samariterverein Neuenhof führte zusammen mit den Samaritern von Schinznach und Birmenstorf eine Regionalübung durch.

Die Samariter mussten sich zum Beispiel um folgende Szene kümmern: Gärtner Konrad Roth geht es schlecht. Sein linker Arm ist rot und geschwollen. Er droht nächstens in Ohnmacht zu fallen. Samariterin Mirjana Banovic vermutet, dass er gestochen wurde und Allergiker ist. Deshalb sucht sie Medikamente in seinen Taschen, wird fündig und verabreicht ihm eine Tablette. «Es dauert 20 Minuten, bis die Medizin wirkt», sagt sie. Nachdem der Figurant am Boden fachgerecht gelagert ist, fragt die Posteninstrukteurin Regina Roth: «Was gilt es als Nächstes zu tun?» Dass der Notruf 144 ausgelöst werden muss, ist sich die Samariter- und Gärtnerfamilie Banovic, zu der auch Sohn Goran und Enkel Konstantin gehören, einig. Mirjana Banovic ist seit 15 Jahren Präsidentin vom Samariterverein Neuenhof. Zugleich präsidiert sie den Gartenverein Härdli.

«Zu einer grossen Regionalübung gehören mehr als drei Vereine»

«Bereits letztes Jahr fand eine kleine Regionalübung statt», sagt Elvira Suter, Präsidentin vom Samariterverein Schinznach und Umgebung und technische Leiterin an diesem Abend. Sie erwähnt, dass zu einer grossen Regionalübung mehr als drei Vereine gehören. Obwohl mit 30 Samaritern gerechnet wurde, kamen nur etwa 20 an diese Weiterbildung. Gründe für die Absagen waren Ferien, Arbeit oder Angst vor Covid-19.