Spreitenbach
10.04.2019

Spreitenbach schafft Ligaerhalt

Spreitenbach-Trainer <em>Marco Grubenmann (Mitte) gibt seinen Spielern Tipps. zVg</em>

Spreitenbach-Trainer Marco Grubenmann (Mitte) gibt seinen Spielern Tipps. zVg

Das Unihockeyteam des STV Spreitenbach spielt nächste Saison in der 1. Liga Kleinfeld. Trainer Marco Grubenmann blickt zurück.

Rahel Bühler

Die Matchuhr zeigt noch 20 Sekunden an. Es steht 8:8 im entscheidenden, dritten Playout-Spiel zwischen dem STV Spreitenbach und dem UHC Semsales. «Es geht um alles oder nichts», wie es der Trainer von Spreitenbach, Marco Grubenmann, formuliert: den Verbleib in der 1. Liga, der höchsten Kleinfeldliga der Schweiz. Noch 20 Sekunden sind zu spielen, als sich ein Spreitenbacher eine zweiminütige Strafe holt. Sein Team muss die letzten Sekunden in Unterzahl spielen. Die Fribourger können das entscheidende Tor nicht erzielen: Verlängerung.

Die Erlösung ist gross, als Spreitenbach fast vier Minuten später das goldene Tor macht. Bei den Spielern und beim Trainer. «Ich hatte gehofft, dass es so kommt», sagt Grubenmann.

Immer klar war dies nicht: Die Meisterschaft verlief durchzogen. Bereits das erste Saisonspiel, gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner, ging verloren. Laut dem Trainer hat vieles nicht zusammengepasst. Obwohl die Saisonvorbereitung seiner Meinung nach gut lief.

Das erste Playoutspiel, so nennt sich ein Spiel, bei dem um den Auf- oder Abstieg gespielt wird, verlor Spreitenbach auswärts mit 14:7. Es fand am 23.März statt. Sie hätten zu wenig aus ihren Chancen gemacht, meint der Trainer. Nach dieser Niederlage seien sie frustriert, aber noch immer motiviert gewesen. «Wir wollten beweisen, dass wir es besser können.» Das zweite Spiel, eine Woche darauf, gewinnt Spreitenbach vor heimischem Publikum klar mit 13:9. Die Serie ist damit ausgeglichen. «Es gab den Spielern einen zusätzlichen Kick, vor so vielen Zuschauern spielen zu können», ist sich Grubenmann sicher. Er meint damit die 150 Personen, die der Turnhalle Seefeld in Spreitenbach einen Besuch abstatteten.

Nur einen Tag später, am Sonntag, trafen die Kontrahenten erneut aufeinander. Das Spiel war ausgeglichen. Grubenmann: «Semsales hat grossen Kampfgeist in diesem dritten Spiel bewiesen.» Am Ende konnten es die Spreitenbacher für sich entscheiden.

Nun ist die Saison beendet. Der Ligaerhalt geschafft. Eine Trainingspause steht an. Bald schon beginnt die Vorbereitung für die neue Saison: Kondition-, Kraft- und Mentaltraining stehen auf dem Programm der Spreitenbacher Unihockeyaner. Das Ziel ist klar: «Wir wollen nicht mehr in die gleiche Situation kommen wie diese Saison», sagt Grubenmann.