Würenlos
21.11.2018

Wie neu: ältester Brunnen renoviert

Brunnenmeister Felix Zürcher <em>vor dem Restaurant Bach hat angezeichnet, wo der Brunnen hin muss. Barbara Scherer</em>Der Dorfbrunnen <em>kehrt an seinen alten Platz zurück. zVg</em>

Brunnenmeister Felix Zürcher vor dem Restaurant Bach hat angezeichnet, wo der Brunnen hin muss. Barbara Scherer

Der Dorfbrunnen kehrt an seinen alten Platz zurück. zVg

Der fast 300 Jahre alte Dorfbrunnen wurde restauriert. Jetzt ist er wieder nach Würenlos zurückgekehrt.

Barbara Scherer

Sechs Wochen lang klaffte vor dem Restaurant Bach in Würenlos ein Loch: Der älteste Brunnen der Gemeinde musste zur Reparatur. Vergangenen Freitag kehrte der Steinbrunnen nun wieder nach Hause zurück. Mit einem Kran wurde er an seinen alten Platz vor dem Restaurant platziert.

Leitungen legen ohne die Strasse zu öffnen

Dabei wurde nicht nur der Brunnen renoviert und geputzt – es wurden auch neue Leitungen gelegt und der Boden geebnet. «Zuvor stand der Brunnen schräg und das Wasser konnte nicht richtig ablaufen», erklärt Brunnenmeister Felix Zürcher.

Zudem läuft ab sofort das Abwasser des Brunnens nicht mehr in die Kanalisation, sondern in den Dorfbach. Dafür wurde eine neue Leitung mit einer Erdrakete gebohrt. «Dank dieser Technik mussten wir die Strasse nicht öffnen», sagt Zürcher.

Dank der neuen Leitung spart die Einwohnergemeinde. Denn die Gebühr für das Abwasser ist doppelt so hoch wie die Kosten für das Trinkwasser. «Und weil das Brunnenwasser sauber ist, macht es keinen Sinn, es in die Kanalisation zu lassen», so Zürcher.

Die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen

Anfang der neunziger Jahre wurde der Brunnen an seinem heutigen Standort platziert. Zuvor befand er sich rund dreissig Jahre vor der katholischen Kirche. Wobei der Brunnen 1744 erbaut wurde und somit der älteste in Würenlos ist.

Die Zeit hat ihre Spuren am Brunnen hinterlassen: Risse und Sprünge haben sich im Gestein gebildet. «Wir haben ihn zur Behandlung in ein Steinwerk in Basel gegeben», sagt Zürcher. Dort wurde der Stein gefestigt und alle Risse ausgebessert.

Ein «Wellness-Programm» für den Brunnen, wie es Felix Zürcher nennt. So sieht der Dorfbrunnen heute deutlich heller aus. Auch plätschert das Wasser von nun an nicht mehr wie früher aus einem Hahnen seitlich des Brunnens, sondern vom Kopf des Beckens.