Würenlos
07.11.2018

Ein Platz, der zum Verweilen einlädt

Ein alter Mühlenstein ist heute ein Tisch auf dem Haselplatz. (Barbara Scherer)Anton Möckel hält die Eröffnungsrede. (bsc)Enthüllung<em> der Tafel mit Felix Brunner (l.) und Anton Möckel.</em>

Ein alter Mühlenstein ist heute ein Tisch auf dem Haselplatz. (Barbara Scherer)

Anton Möckel hält die Eröffnungsrede. (bsc)

Enthüllung der Tafel mit Felix Brunner (l.) und Anton Möckel.

Zwischen Hasel- und Dorfstrasse hat die Gemeinde Würenlos den Haselplatz eröffnet.

Barbara Scherer

Aus dem Brunnen plätschert das Wasser. Die ersten Personen nehmen auf einem der hölzernen Bänkchen Platz. Trotz leichter Bise fanden sich vergangenen Samstagmorgen über 50 Personen zwischen der Dorf- und der Haselstrasse in Würenlos ein: Die Gemeinde hat dort den neuen Haselplatz offiziell eingeweiht.

«Im Rahmen des Gestaltungsplanes hat die Gemeinde dieses Land verlangt, um einen öffentlich zugänglichen Platz zu schaffen», sagt Gemeindeammann Anton Möckel. Der Haselplatz solle ein Ort der Begegnung werden. Bänke aus Stein, Stahl und Holz laden zum Verweilen ein.

Mühlenstein zu einem Tisch umfunktioniert 

Passend zu seinem Namen wächst in der Mitte des Platzes ein Haselbaum. «Und die Nüsse kann man essen», so Möckel mit einem Augenzwinkern.

Aus seinem eigenen Keller hat der Gemeindeammann einen alten Mühlenstein für den Platz gespendet. Dieser wurde zu einem Tisch umfunktioniert. Vor 15 Jahren wurde der Mühlenstein in einem Garten gefunden und von Anton Möckel aufbewahrt. «Ich wusste, dass der Mühlenstein noch eine Verwendung finden würde.»

Der Brunnen für den Haselplatz hat Felix Brunner gesponsert. Ursprünglich stand der Brunnen an der Zelglistrasse und wurde auf den Haselplatz verschoben.

Ortsbürger haben sich beteiligt

Ebenfalls beteiligt am neuen Platz hat sich die Ortsbürgergemeinde: Sie hat 30000 Franken dafür gesprochen. Wobei die Holzbänke als Anliegen der Ortsbürgergemeinde temporär auf dem Platz stehen.

Die Bänke sind Teil der Pro Natura Aargau und sollen aufzeigen, wie viel Holz wie schnell in den Aargauer Wäldern nachwächst.

Doch damit nicht genug, selbst der Bodenbelag des Haselplatzes ist eine Besonderheit: Der feine Kiesbelag ist ohne Zement und Extrakalk hergestellt worden. Stattdessen bindet Agavensaft das Kies. «Dieser Boden ist ökologisch nachhaltig, da er immer wieder zusammengestampft werden kann», erklärt Anton Möckel.

Bevor die Anwesenden zum Apéro übergehen durften, wurde noch die Infotafel am Haselplatz enthüllt. Auf dieser ist eine Flugaufnahme des Dorfes von 1962 zu sehen. Möckel: «Aber man muss ziemlich genau schauen, wenn man den Platz finden will, es hatte damals um einiges weniger Häuser.»