Wettingen
19.12.2018

975 Jahre: Dieser Geburtstag wird im Dorf gross gefeiert

OK-Präsident Paul Koller und Vizepräsidentin Ursula Oeschger stossen auf das bevorstehende Jubiläumsfest an. (zVg)

OK-Präsident Paul Koller und Vizepräsidentin Ursula Oeschger stossen auf das bevorstehende Jubiläumsfest an. (zVg)

2020 wird die Gemeinde Wettingen 975 Jahre alt. Unter dem Motto «Atmosphäre» wird eine zehntägige Feier stattfinden.

Barbara Scherer

Rund 170 Personen und 110 Vereine fanden vergangene Woche ihren Weg in den Rathaussaal. Grund dafür: die Informationsveranstaltung zum Jubiläumsjahr 2020. Dann feiert das grösste Aargauer Dorf sein 975-jähriges Bestehen unter dem Motto «Atmosphäre».

Zehn Tage lang soll von der Zentralstrasse bis zur Zirkuswiese und ins «Margeläcker»-Areal ein Festareal entstehen. Beizen, Attraktionen und Kleinbühnen sollen die Bevölkerung zum Feiern einladen.

Damit nicht genug: Eine «Limmattalbahn» wird die Besucher ins «Tägi» bringen: Dort sollen ein Lunapark, ein Riesenrad und eine Open-Air-Bühne sowie weitere Getränke- und Essensstände zu stehen kommen.

Ein Jahr im Namen des Jubiläums

Alle Anlässe 2020 werden dem Jubiläumsjahr gewidmet sein: «Alles, was in diesem Jahr in Wettingen stattfindet, soll den Stempel des 975-Jahr-Jubiläums tragen», sagt Sandra Thut, Leiterin des Gemeindebüros. Sie unterstützt das OK als Vertreterin der Gemeinde. Allerdings wird das alljährliche Wettiger Fäscht dann pausieren.

Die Jubiläumsfeier wird von einem OK unter der Leitung von Präsident Paul Koller und Vizepräsidentin Ursula Oeschger organisiert und findet vom 14. bis 23. August 2020 statt. «Dieses Fest wird den Zusammenhalt von Wettingen stärken», sagt Paul Koller. So werden Vereine, Schulen, Organisationen und Institutionen aus dem Dorf Teil des Festes sein.

1995 fand die letzte grosse Feier in Wettingen statt. Schon damals dauerte das Fest zehn Tage. «Und es hat wunderbare Erinnerungen hinterlassen», sagt Gemeindeammann Roland Kuster. Für das geplante Fest solle die Bevölkerung nun erneut zusammenstehen und eine Feier, die über die Region hinaus strahlt, kreieren.

Weg mit dem Bargeld

Bargeldlos soll die Feier zudem werden. An verschiedenen Standorten werden aufladbare Karten oder Schlüssel erhältlich sein, mit denen Besucher auf dem Festgelände bezahlen können.

Die genaue Bezahlungsmethode stehe noch nicht fest. «Wir wollen aber Rücksicht auf Menschen nehmen, die digital nicht so affin sind», sagt Nathalie Hauri, OK-Mitglied und Verantwortliche Ressort Finanzen. Auch Trinkgeldgeben solle möglich sein.

Damit sich der Abfall in Grenzen halten wird, setzt das Organisationskomitee auf Mehrwegbecher. Zur Sicherheit werden Rettungsachsen, Sammelplätze sowie Landeplätze für Rettungshelikopter definiert. Zudem wird die Polizei auf dem Festgelände einen Aussenposten einrichten.

Pässe wie an der Badenfahrt

Finanziert wird die Feier vor allem über Eintrittsgebühren: Wie bei der Badenfahrt 2017 gibt es Tages- und Festpässe sowie limitierte Festplaketten.

Die teilnehmenden Vereine müssen zudem eine Umsatzabgabe bezahlen. Diese soll je nach Grösse und Aufwand der Festbeiz unterschiedlich hoch ausfallen. Weiter finanzieren Sponsorenbeiträge von Privatpersonen und Firmen sowie ein Beitrag der Gemeinde das Jubiläumsfest.

Gemeindebeitrag noch unklar

Bezüglich des Gemeindebeitrags hat die Fraktion FDP schon im Oktober eine Interpellation eingereicht. Darin wollte sie wissen, ob im Budget 2019 bereits ein Posten für die Planung der Festivitäten vorgesehen ist und wie hoch die Summe dafür ist.

Gemeindeammann Roland Kuster erklärte am Rande der Infoveranstaltung, dass im Januar 2019 dem Einwohnerrat eine Dokumentation sowie der genaue Betrag vorgelegt werden.

Dafür wurde jedoch bereits viel aufgegleist, ohne dass das Parlament einen Kredit bewilligt hat. «Damit der Einwohnerrat über etwas befinden kann, braucht es eine gewisse Vorbereitung», erklärt Roland Kuster das Vorgehen. Denn die Gemeinde habe aus «Little Wettige» gelernt.

Die Kreditabrechnung zum Badenfahrtprojekt wurde zweimal zurückgewiesen. Grund dafür war, dass die detaillierte Abrechnung fehlte (Limmatwelle vom 25.10.18). Deshalb will der Gemeinderat dem Einwohnerrat dieses Mal einen umfassenden Antrag unterbreiten.

Ab 1. Februar 2019 können sich Interessierte fürs Fest bewerben, wobei Ideen und Konzepte unter dem Motto «Atmosphäre» stehen sollen. Die Anmeldefrist läuft bis 30. Juni.

Weitere Informationen auf: www.wettingen975.ch.