Wettingen
18.10.2017

Bühne frei: Jetzt tanzen die Puppen wieder

Tristan Vogt führt das Stück «Was Sachen so machen» zum ersten Mal im Gluri-Suter-Huus auf.Eliane Blumer spielt zum ersten Mal im Figura Theater.

Tristan Vogt führt das Stück «Was Sachen so machen» zum ersten Mal im Gluri-Suter-Huus auf.

Eliane Blumer spielt zum ersten Mal im Figura Theater.

Das Figura Theater Wettingen startet mit einem Objekttheater für Kinder in die neue Saison.

Barbara Scherer

Zum Saisonbeginn gibt es im Figura Theater eine Schatzkiste zu entdecken: Der deutsche Puppenspieler Tristan Vogt führt seine Produktion «Was Sachen so machen» zum ersten Mal im Gluri-Suter-Huus auf. Dabei ist Vogt bereits mehrmals im Figura Theater aufgetreten. «Bisher hat er immer Stücke für Erwachsene gezeigt. Dieses Werk ist für Kinder», sagt Sven Mathiasen, Theaterleiter.

In seinem Theaterstück spielt Vogt jedoch nicht mit Puppen, sondern mit Sachen. Wobei jede Sache ihre eigene Geschichte erzählt. «Das Stück führt Kinder an das Objekttheater heran», erklärt Mathiasen.

Ursprünglich hat Vogt das Stück für Kindergärten und Schulen in seiner Heimatstadt Nürnberg geschrieben. Schnell wurde die Produktion so beliebt, dass sie auch ausserhalb der Schulbühne aufgeführt wurde. «Es ist klein, aber fein und bildet einen schönen Start in die neue Saison», so Mathiasen.

Jungen Künstlern Starthilfe geben

Zwar bietet das Figura Theater dieses Jahr keine Premiere, dafür dürfen zwei neue Puppenspieler auf die kleine Kellerbühne steigen: Die junge Künstlerin Eliane Blumer wird im Dezember ihr Stück «Cinderella» zum Besten geben. Sie tourt zum ersten Mal durch die Schweiz. «Wir geben ihr etwas Starthilfe», sagt Mathiasen.

Ebenfalls ganz neu ist die Gruppe «Figurentheater Hand im Glück». Sie führt im Frühling die Produktion «Wie Kater Zorbas der kleinen Möwe das Fliegen beibrachte» im Figura Theater auf. Beide Stücke sind für die ganze Familie geeignet.

Doch auch die Erwachsenen kommen in der nächsten Saison nicht zu kurz: Drei Abendvorstellungen warten auf die grossen Theaterbesucher. «Bisher sind diese Stücke immer sehr gut angekommen», so Mathiasen. Noch wolle er schauen, ob der Trend anhalte. «Wenn es weiter so geht, würde ich dann gerne mehr Erwachsenenvorstellungen anbieten.»

So zeigt Frauke Jacobi Anfang November ihre Produktion «Gertrud tritt auf und Frau Jacobi muss mit». Puppe und Mensch fantasieren, diskutieren und konkurrieren hier miteinander.

An harmonische Zweisamkeit ist nicht zu denken. Ein unterhaltsames Stück mit viel Humor. Wer will, kann das Theater in einer Kombination mit einem Abendessen im Restaurant Freihof geniessen. Abschluss der Saison 2017/18 bildet im Juni das Figura Theaterfestival.

Mehr Infos unter: www.figurentheater-wettingen.ch.