Würenlos
16.05.2018

Wer rettet den Fasnachtsumzug im Dorf?

Marion Müller und Antonia Gambon (r.) veranstalten gerne Anlässe für Kinder und Eltern im Dorf. (Barbara Scherer)Sie organisieren Anlässe wie den Büchertausch.

Marion Müller und Antonia Gambon (r.) veranstalten gerne Anlässe für Kinder und Eltern im Dorf. (Barbara Scherer)

Sie organisieren Anlässe wie den Büchertausch.

Die Elternmitwirkung braucht neue Mitglieder, sonst gibt es nächstes Jahr keinen Fasnachtsumzug mehr.

Barbara Scherer

Ob Adventsbasteln, Fastnachtsumzug, Büchertausch oder Ferienplausch – alles organisiert in Würenlos die Elternmitwirkung. Diese ist direkt an die Schule angeschlossen. Wobei es sich bei der Elternmitwirkung Würenlos um keinen Verein handelt: Eltern von schulpflichtigen Kindern organisieren für Eltern von schulpflichtigen Kindern Anlässe.

Immer weniger Mitglieder

Doch die freiwillige Organisation verliert immer mehr Mitglieder: «Bereits ist die Mitwirkung von zwölf auf sechs Mitglieder geschrumpft. Und jetzt verlassen uns nochmals zwei Personen», sagt Marion Müller.

Sie ist seit rund fünf Jahren Teil der Elternmitwirkung. Bleiben es nur vier Freiwillige, müsse der Fastnachtsumzug in Würenlos gestrichen werden. «Viele Eltern schätzen die Veranstaltungen, wollen aber selber nichts organisieren, das ist schade», sagt Antonia Gambon, die fast vier Jahre bei der Elternmitwirkung dabei ist.

Sie organisiert zum Beispiel im Juni den Anlass «Pro Velo». Dort werden Erst- bis Drittklässler mit einem kleinen Parcours in die Verhaltensregeln des Velofahrens eingeführt.

Ein Mitglied ist für einen Anlass zuständig

Viel Arbeit sei es eigentlich nicht: Dreimal im Jahr treffen sich die Mitglieder. «Jeder organisiert und hilft bei Anlässen so viel mit, wie er kann und auch Lust hat», sagt Gambon. Wobei meist ein Mitglied zuständig für einen Anlass sei.

So organisiert sie stets den Büchertausch im Dorf. Dort liest auch immer ein Autor vor. «Für die meisten Anlässe muss man vor allem viele Mails schreiben und telefonieren», erklärt Gambon.

Die Elternmitwirkung organisiert nun am Donnerstag, 24. Mai, einen Apéro in der Werkstatt Bar. Ziel sei es, dass Eltern die Organisation kennenlernen. «Und vielleicht möchte dann jemand bei uns mithelfen», sagt Marion Müller.

Finanziert werden die Anlässe über die Schule. 3000 Franken stehen der Eltermitwirkung pro Jahr zur Verfügung. Wobei die Mitglieder freiwillig arbeiten. Müller: «Einmal im Jahr gibt es dafür ein Essen von der Schule aus.» Zudem sei es auch einfach toll, etwas für die Schulkinder zu organisieren.

Apéro mit Eltern am 24. Mai, 19.30 Uhr, Werkstatt Bar.