Wettingen
07.02.2018

Grösstes Highlight der Clubgeschichte steht an

Manuel Keller von Rotweiss Wettingen (vorne, am Ball). Alexander Wagner

Manuel Keller von Rotweiss Wettingen (vorne, am Ball). Alexander Wagner

Es läuft rund bei den Landhockeyanern von Rotweiss Wettingen. Sowohl die Frauen als auch die Männer wurden in der Halle erneut Schweizer Meister. Jetzt beginnt der Countdown auf den Hallen-Europacup der Männer, wo vom 16. bis 18. Februar die besten acht Clubmannschaften des Kontinents um die europäische Krone kämpfen.

Alexander Wagner

Die Landhockeyaner von Rotweiss Wettingen haben ihre Vormachtstellung einmal mehr untermauert und sich beide Hallentitel gesichert. Die ganz grossen Herausforderungen warten aber noch auf die Rotweissen: Vom Freitag, 16., bis zum Sonntag, 18. Februar, steigt im Tägi der Halleneuropacup der Männer. Es ist das grösste und wichtigste Hallenturnier, welches auf Klubebene je in der Schweiz ausgetragen wurde.

Letztes Jahr konnte Rotweiss Wettingen den Halleneuropacup der Frauen organisieren. Und es war ein voller Erfolg. Rotweiss verdiente sich vom europäischen Hockeyverband die besten Noten als Organisator und sportlich ist den Frauen der Verbleib in der europäischen Königsklasse gelungen. Bereits letztes Jahr war Petra Aebi die OK-Präsidentin. «In erster Linie wollten wir den Frauen eine Plattform bieten, ihre tolle Sportart zu präsentieren», erklärt Aebi. Und ganz nach dem Motto «never change a winning team» hat sich Rotweiss entschlossen, dieses Jahr auch den Europacup der Männer zu organisieren.

Jetzt ist Rotweiss als gesamter Verein gefordert. Denn der Halleneuropacup der höchsten Kategorie, vergleichbar mit der Champions League im Fussball, ist nochmals eine Stufe höher. Das Budget für den dreitägigen Anlass beträgt rund 100000 Franken. Dies kann ein Verein in einer kleineren Sportart wie Landhockey nur dank den langjährigen Sponsoren und Gönnern tragen. Dass Rotweiss den Europacup austragen darf, ist zwar eine grosse Ehre und eine Anerkennung der jahrelangen guten Arbeit, bedeutet jedoch nicht, dass die Wettinger mit Geld überhäuft werden. Sie müssen dem internationalen Verband gar 8000 Euro bezahlen, damit sie den Grossanlass ausrichten dürfen. Trotz des Risikos, welches die Wettinger auf sich nehmen, hofft das OK um Petra Aebi, am Ende einen kleinen Zustupf in die Vereinskasse zu erwirtschaften. Motivation, um die grosse Arbeit auf sich zu nehmen, ist es, der Mannschaft dieses sportliche Highlight vor eigenem Publikum zu ermöglichen und für einmal die besten Krummstockartisten des Kontinents im Tägi erleben und geniessen zu können.

Das OK ist praktisch das gleiche wie vor einem Jahr, bei der Mannschaft gab es jedoch einen wichtigen Wechsel. Neu wir das Fanionteam von Rotweiss wieder von Peter Fischbach trainiert. Er war bereits früher sowohl als Nationalspieler und Akteur von Rotweiss wie auch als Trainer erfolgreich. Assistiert wird er von Philip Keller, der ebenfalls das Hockey-ABC bei Rotweiss erlernte und später gar als Profi in Terrassa bei Barcelona spielte.

Die Gastgeber treffen zum Auftakt am Freitag, 16. Februar, um 12.30 Uhr auf Surbiton aus England und um 18 Uhr auf Dinamo Elektrostal aus Russland. Am Samstag steht die Gruppenpartie gegen Rotweiss Köln, einen der grossen Turnierfavoriten, auf dem Programm. Danach folgen die Finalpartien, oder die Spiele gegen den Abstieg. Je nachdem, wie es den Wettingern in den Gruppenspielen läuft. Denn es wird enorm hart, sich gegen die europäische Spitze zu behaupten. Doch die Rotweissen wollen beweisen, dass sie auch ein Turnier dieser Grössenordnung tadellos organisieren können und dass die Mannschaft sportlich mit den besten Teams des Kontinents mithalten kann.