Killwangen
06.12.2017

Nicht mehr Geld für die Behörden, dafür ein neues Kommunalfahrzeug

Gemeindehaus Killwangen

Gemeindehaus Killwangen

Gmeind hat entschieden: Es gibt nicht mehr Geld für Behörden und Kommissionen.

Barbara Scherer

Mit 50 Franken Spesen pro Stunde, bei gleichbleibender pauschaler jährlicher Entschädigung hätten der Gemeinderat, die Schulpflege sowie die Kommissionen abgegolten werden sollen.

Das sei zu viel für ein freiwilliges Amt, lautete das Urteil im Gemeindesaal. So stellte CVP-Parteipräsident Urs Alt den Antrag, die Spesen nicht zu erhöhen. «Ausser diejenigen der Schulpflege, da diese bisher immer fünf Franken weniger erhalten hat als die anderen Behörden.» Der Gegenantrag wurde mit 99 Ja- zu 6 Nein-Stimmen angenommen.

Preis für Fahrzeug überrissen

Der Verpflichtungskredit für die Ersatzanschaffung eines Kommunalfahrzeuges für 165000 Franken sorgte für Diskussionen. «Mit dieser kleinen Gemeindefläche ist der Preis für dieses Fahrzeug überrissen», so Urs Alt. Es müsse eine günstigere Variante gesucht werden.

So hatte die Gemeinde noch eine zweite Offerte, die rund 3000 Franken günstiger gewesen wäre. Jedoch hätte dieses Fahrzeug nicht alle benötigten Einzelheiten enthalten. «Zudem sind Kommunalfahrzeuge von Grund auf einfach teuer», erklärt Gemeinderat Hanspeter Schmid, parteilos.

Mit 50 Ja- zu 46 Nein-Stimmen wurde das neue Kommunalfahrzeug schliesslich genehmigt. «Mit dem neuen Fahrzeug sparen wir Arbeitszeit ein und können auf eine Teilzeit-Hilfskraft verzichten», so Schmid.

Das Budget 2018 mit einem Steuerfuss von 105 Prozent wurde ebenfalls angenommen. Obwohl aus der Versammlung der Antrag gestellt wurde, die drei Prozentpunkte aus dem Steuerfussabtausch mit dem Kanton an die Steuerzahler weiterzugeben. Der Antrag wurde jedoch grossmehrheitlich abgelehnt.

Allen übrigen Anträgen stimmten die 111 anwesenden Stimmberechtigten ebenfalls zu. Darunter auch dem Reglement über die familienergänzende Kinderbetreuung.

Da nicht genügend Räumlichkeiten in Killwagen zur Verfügung stehen, werden mittelfristig Betreuungsgutscheine ausgehändigt. «Das ist eine Unterstützung, jedoch keine Finanzierung», erklärt Walter Hubmann, Vizeammann (parteilos). So hängt der Subventionsanspruch vom Einkommen ab und wird in derselben Weise berechnet wie die Prämienverbilligung der Krankenkasse. Dabei sind die Eltern frei, wo sie ihre Kinder betreuen lassen. Langfristig sei jedoch das Ziel, genügend Betreuungsplätze in der Gemeinde zu schaffen.