Wettingen
04.10.2017

Und weg ist es: ein letzter Blick ins Maislabyrinth

Ein letztes Mal ins Maislabyrinth: Diese zwei Knirpse wagen sich noch einmal ins Pflanzenlabyrinth. Sibylle EgloffOrganisator Sandro Sozzi (ganz links) bei der Preisverlosung. Sibylle Egloff

Ein letztes Mal ins Maislabyrinth: Diese zwei Knirpse wagen sich noch einmal ins Pflanzenlabyrinth. Sibylle Egloff

Organisator Sandro Sozzi (ganz links) bei der Preisverlosung. Sibylle Egloff

Am vergangenen Samstag hatten die Besucher ein letztes Mal die Möglichkeit, sich einen Weg durch das Maislabyrinth zu bahnen, bevor der Maisdrescher kam.

Sibylle Egloff

«Ich glaube, es geht da lang.» «Nein, da waren wir schon.» Stimmen sind im Maisfeld zu hören. Es raschelt. Kinder lachen. Ein rotes T-Shirt blitzt durch das Maisgewächs. Die Halme sind etwas trocken und nicht mehr buschig grün. «Das macht es einfacher, durch das Labyrinth zu laufen, weil man besser sieht, wo der Weg hinführt», sagte der Organisator und neu gewählte Wettinger Gemeinderat Sandro Sozzi (CVP).

Er und sein Kollege, Landwirt Andi Benz, riefen das Maislabyrinth auf Würenloser Boden ins Leben. «Andi Benz lieferte das Feld und ich habe mich um das Programm gekümmert», so Sozzi. Das Ziel: Ein Angebot für Familien aus der Region schaffen. Im zwei Hektaren grossen Maisfeld wurden zwei Meter breite Wege herausgeschnitten. «Diese Gänge bedeuten 20 bis 30 Prozent Ernteverlust», so Sozzi. Mit den Einnahmen aus Eintritten, Bar und Festwirtschaft hätten sie den Ausgaben- und den Maisverlust aber gut decken können. Seit dem 22. Juli konnten Interessierte vorbei- kommen und sich im normalen und Kinderlabyrinth sowie auf der Wildsaujagd zu Fuss oder auf dem Pumptrack mit dem Velo versuchen.

Am vergangenen Samstag war das Labyrinth zum letzten Mal für Besucher geöffnet. Einige Familien nutzten die Gelegenheit für ein letztes Abenteuer im Mais. So etwa Lukas Geiser aus Wettingen mit seinem Sohn Lukas. «Das Labyrinth ist eine coole Sache. Die verschiedenen Angebote eignen sich für kleine und grosse Kinder. Man kann auch gemütlich ein Bierchen trinken, wenn sich die Kinder auf der Strohburg austoben.»

Auch Marina Iordanidis aus Baden besuchte mit ihren Kindern Natalie und Nikolas und ihrem Mann Arturos das Maislabyrinth. «Mein Sohn war schon mit der Schule hier und er wollte unbedingt noch einmal hingehen.» Es sei eine fantastische Idee für Kinder. «Das ist eine sinnvolle Beschäftigung in der Natur, die nichts mit dem Smartphone zu tun hat.» Doch nicht nur Familien und Kinder fanden sich am letzten Tag beim Maisfeld ein. «Wir waren neugierig und wollten schauen, wie es ist», sagte Magdalena Douka aus Gebenstorf, die mit ihrer Kollegin Helen Wüthrich angereist war. «Den Samstag verbringen wir meist in der Stadt in Aarau oder Baden. Das ist eine willkommene Abwechslung», sagte Wüthrich. Beim Spaziergang durchs Labyrinth könne man gut plaudern.

Sandro Sozzi zieht nach gut zwei Monaten eine positive Bilanz: «Das Maislabyrinth war ein grosser Erfolg. Rund 10000 Personen haben uns besucht.» Viele Schulkassen von Primar bis Oberstufe hätten das Angebot wahrgenommen. Aber auch einige Firmenevents und Geburtstagsfeste hätten auf dem Maisfeld stattgefunden.

Aus diesem Grund verkündete er an der Preisverlosung für die Wildsaujagd auch, dass es 2018 wieder ein Maislabyrinth geben wird. «Es wird nächstes Mal auf Wettinger Boden sein, in der Nähe der Landstrasse bei der Geisswies», verriet er. Überdenken werde man das Gastrokonzept. «Wir wollen eine fixe Festwirtschaft installieren und nicht jeden Tag mit einem Wagen hinfahren müssen.» Es sei eine strenge Zeit gewesen. «Wir sind müde, aber auch sehr zufrieden.»