Wettingen
19.04.2017

Hier erleben Kinder täglich Neues

Samariter zeigten den Kindern, wie sie arbeiten. Foto: zVgFedern, Knochen und Krallen durften die Kinder inspizieren. Foto: bscBarfuss durch den Wald. Foto: zVgKein echter Greifvogel war vor Ort, dafür ein Präparat. Foto: bsc

Samariter zeigten den Kindern, wie sie arbeiten. Foto: zVg

Federn, Knochen und Krallen durften die Kinder inspizieren. Foto: bsc

Barfuss durch den Wald. Foto: zVg

Kein echter Greifvogel war vor Ort, dafür ein Präparat. Foto: bsc

Einen lebendigen Falken gab es in der Ferienplauschwoche nicht zu sehen, dafür konnten die Kinder in einem Rettungswagen mitfahren.

Barbara Scherer

«Wo ist denn der echte Vogel?», fragten die Kinder enttäuscht, als der Falkner ohne seinen Falken auftauchte. Nur eine Woche vor der Ferienplauschwoche war der Vogel verstorben. Dafür durften die Ferienkinder verschiedene Präparate von Greifvögeln bestaunen.

Der Ferienplausch liess Kinder von der ersten bis zur sechsten Klasse aus der Region jeden Tag etwas Neues erleben. Mit dem Handballverein BSC Wettingen/Siggenthal starteten die Kinder sportlich in die Woche. Beim Samariterverein konnten die Schulkinder Einblick in einen Krankenwagen gewinnen und Förster Philippe Vock stellte die hiesigen Waldbewohner vor.

Dabei konnten Kinder nur einen oder jeden Tag am Ferienplausch teilnehmen. «Ziel ist es, dass jede Familie ihre Kinder vorbeischicken kann», sagt Organisatorin Rita Berz. Zusammen mit Eltern aus Wettingen rief sie 2006 den Ferienplausch ins Leben. Während zu Beginn noch rund 20 Kinder mitmachten, können heute je nach Anlass bis zu 100 Schüler teilnehmen. Vor und nach dem offiziellen Programm bietet der Ferienplausch auch Betreuung an. «Wir treffen uns immer in der Turnhalle der Bezirksschule, da können die Kinder sich austoben», so Berz. Neben vier Vorstandsmitgliedern sind auch immer sechs Teenager als Helfer vor Ort. Berz: «Das schönste an der Veranstaltung ist, wenn am Ende vom Tag ein Kind sagt, dass es der schönste Tag seines Lebens war.»

Am Mittwochnachmittag kam Falkner Karl Meier vorbei. Hinter dem Herterenhof zeigte er den Kindern bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen ausgestopfte Greifvögel. Sein Falke war tragischerweise genau eine Woche zuvor verstorben. Das sorgte für sichtliche Enttäuschung bei manch einem Kind. Wenn der Falkner nicht hinschaute, wurden dann kurzerhand die Präparate kurz gestreichelt. Zum Anfassen hatte Meier den Ferienkindern Federn, Knochen und Krallen mitgebracht. Dabei wussten die Kinder erstaunlich gut bescheid über die Greifvögel. «Das ist ganz klar ein Habicht», sagt ein Junge und zeigt auf den ausgestopften Vogel. Am letzten Tag besuchten die Kinder dann das Rathaus. Dort trafen sie Gemeindeammann Roland Kuster und durften im Einwohnerratssaal einen Film schauen.